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Digitalisierung im Gesundheitswesen
Digitalisierung im Gesundheitswesen

2021 wird in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Wurde im vergangenen Jahr noch an vielen Stellen die schleppende Digitalisierung, Beispiel Gesundheitsämter, bemängelt, geht es nun mit E-Patientenakte, E-Krankschreibung und E-Rezept zügig voran.

E-Akte

Seit dem 1. Januar 2021 müssen Krankenkassen ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) anbieten. Mit der elektronischen Patientenakte können künftig Dokumente wie Arztbefunde zwischen allen beteiligten Akteuren im Gesundheitswesen schneller ausgetauscht werden. Später sollen weitere bisher auf Papier gespeicherte Gesundheitsdaten wie Impfausweis oder Mutterpass in die ePA integriert werden. Über ein Berechtigungssystem entscheiden die Patienten selbst, wer Einblick in die Daten erhalten soll.

E-Krankschreibung

Auch eine andere Anwendung der Telematikinfrastruktur trägt dazu bei, Prozesse zu beschleunigen: Die E-AU startet am 1. Oktober 2021 und verpflichtet die Arztpraxen, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung direkt digital an die Krankenkasse zu senden. Der Patient muss diese dann nicht mehr wie bisher selbst an die Krankenkasse übermitteln. Mit Beginn der Umstellung erhält er zunächst weiter eine Papierausführung für den Arbeitgeber und die eigenen Unterlagen. In einem zweiten Schritt, wird der Ablauf weiter digitalisiert und auch der Arbeitgeber an die digitale Übermittlung angeschlossen.

E-Rezept

Elektronische Rezepte reduzieren Papierkram und Bürokratie. Zudem können sie dazu beitragen, die Patientensicherheit zu erhöhen, wenn die Rezepte mit digitalen Medikationsplänen verknüpft werden. Das elektronische Rezept soll ab Mitte 2021 über eine App auf dem Smartphone angezeigt werden können. Der Patient kann es dann in einer Apotheke einlösen.

Digitale Helfer

Daneben nutzen immer mehr Akteure des Gesundheitswesens digitale Helfer, um den Praxisalltag zu organisieren. Hier reicht die Bandbreite von der digitalen Terminvergabe bis hin zur Video-Sprechstunde. Diese bietet nicht nur während der Corona-Pandemie eine Arztkonsultation ohne Ansteckungsrisiko im Wartezimmer, sondern hilft auch den zunehmenden (Fach-)Arztmangel in ländlichen Regionen abzufedern.