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KomKI -> Neue Wissenschaft-Praxis-Kooperation für KMU und Handwerk in Sachen künstliche Intelligenz
KomKI -> Neue Wissenschaft-Praxis-Kooperation für KMU und Handwerk in Sachen künstliche Intelligenz

„Der Einsatz von künstlicher Intelligenz birgt große Chancen, gerade für kleine und mittlere Betriebe und das Handwerk“, so Volker Jödicke, Projektleiter des Projektes “KomKI” der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW), „so sind etwa eine effizientere Arbeits- und Einsatzplanung möglich oder körperliche Belastung kann gemindert werden – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Vorteil. Viele Betrieben wissen das längst, sind jedoch unsicher, wie sie das Thema künstliche Intelligenz in ihren Arbeitsalltag so integrieren können, dass die Technik unterstützt und nicht hindert.“

Kleine und mittlere Betriebe (KMU) inkl. das Handwerk mit passenden Kompetenzen zu KI auszustatten, ist Ziel einer neuen Wissenschaft-Praxis-Kooperation: Das Verbundprojekt „KomKI – Kompetenzen über künstliche Intelligenz (KI) aufbauen – Lern- und Experimentierräume zur Entwicklung konstruktiver, reflexiver und präventiver KI-Kompetenz“ unterstützt Betriebe darin, durch einen reflexiven Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen und im Arbeitsprozess sowohl die Produktivität als auch die Wirtschaftlichkeit zu fördern.

Dabei ist Dreh- und Angelpunkt des Projektes „KomKI“ die Entwicklung und Erprobung von KI-Weiterbildungsbausteinen für KMU und Handwerk, um die Akteure in den Betrieben zur präventiven und produktiven Nutzung von KI qualifizieren. Die Weiterbildungsbausteine werden im Rahmen von praxisnahen KI-Werkstätten und Lern- und Experimentierräumen gemeinsam mit Handwerksbetrieben und KMUs entwickelt, erprobt und umgesetzt. Im Vordergrund steht dabei weniger die Entwicklung der 100. Weiterbildungsbausteine, sondern vielmehr die Sondierung, was bereits auf dem Markt ist und wie das durch passende Lernräume und –gelegenheiten methodisch-didaktisch sinnvoll gelernt werden kann.

Die Partner des Verbundprojektes sind neben der

FAW – Fortbildungsakademie der Wirtschaft, die das Projekt leitet und koordiniert, die beiden

Handwerksinstitute HPI – Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik und

itb – Institut für Betriebsführung, die

Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft und das

BTQ Bildungswerk – Beratungsstelle für Technologiefolgen und Qualifizierung im ver.di Bildungswerk.

Strategischer Partner ist u. a der Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Alle Partner sind aktiv in der nationalen Initiative der Offensive Mittelstand aktiv. Sie unterstützt mit rund 500 Partnern aus Forschung, intermediären Organisationen, Ministerien und Sozialpartnern kleine und mittlere Unternehmen (KMU) u.a. darin, die Herausforderungen der digitalen Transformation in der Arbeitswelt zu bewältigen und als Chance zu nutzen.

Der direkte Praxisbezug ist gesichert: Zahlreiche Unternehmen sind als Betriebs-Partner mit im Boot, so z. B. der Baubetrieb Otto Eberle Bau GmbH oder die Tischlerei Eigenstetter GmbH. Im Rahmen von „Lern- und Experimentierräumen“ können die Betriebe in einem geschützten Raum gemeinsam neue technologische Lösungen ausprobieren, erste Erfahrungen sammeln und sich mit anderen Betrieben in einem moderierten und begleiteten Umfeld austauschen. So sollen innovative Arbeitskonzepte gefunden werden, die zu den Bedarfen der unterschiedlichen Betriebe passen.

Das Verbundprojekt läuft bis Ende 2023 und ist gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).